Fütterungsfragen

Fragen und Antworten zur Fütterung von Hund und Katze

Wir haben eine riesige Sammlung an Fragen, die Ihr uns im Lauf der Zeit gestellt habt. Darüber hinaus beantwortet Gregor ja regelmäßig Leserfragen in der Hundezeitschrift „DER Hund„. Auch hier haben sich über die Jahre einige interessante Themen angesammelt. Die häufigen Fragen, die viele von Euch immer wieder stellen, beantworten wir auf dieser Seite: kurz, deutlich, richtig.

Wenn hier ein Thema nicht aufgeführt ist, dann weißt Du ja, dass Du Dich jederzeit bei uns melden kannst, z. B. per E-Mail an info@dr-berg-tiernahrung.de oder gerne auch per Telefon unter 0994-3076142. Vielleicht posten wir die Frage ja dann auch irgendwann auf dieser Seite. Also nur raus damit …

Was hilft gegen Blähungen beim Hund?

Um fütterungsbedingten Blähungen entgegenzuwirken, solltest Du Deinem Hund ein leicht verdauliches Futter geben, das aus hochwertigen Inhaltsstoffen hergestellt wurde. Der Eiweißgehalt muss bedarfsgerecht, aber darf möglichst nicht überdimensioniert sein. Auch auf blähend wirkende Gemüsesorten, wie Erbsen, Linsen etc., solltest Du im Futter eher verzichten. Kauartikel enthalten oft viel Bindegewebe, weswegen Du Deinem Hund bei Blähungen lieber nur geringe Mengen verfütterst.

Wie oft soll ich meinen Hund füttern?

Wenn Du Deinen Hund einmal täglich fütterst, bedeutet das, dass Du ihm die komplette Tagesration an Futter auf einmal gibst, was eine große Menge darstellt. Auch wenn ein Hundemagen prinzipiell zur Aufnahme größerer Mengen fähig ist, so zeigt sich doch in der Praxis eine stabilere Verdauung und eine geringere Belastung für den Stoffwechsel, wenn man die Tagesration mindestens auf zwei Portionen aufteilt – beim Welpen sind sogar drei Mahlzeiten optimal.

Die Verdauung ist eine anspruchsvolle Leistung des Organismus, was man an sich selber beobachten kann, wenn man nach dem Essen z. B. müde und träge wird. Die Durchblutung des Darms während der Verdauung ist erhöht, die Leber und Bauchspeicheldrüse arbeiten auf Hochtouren. Große Mengen Flüssigkeit müssen in den Darm transportiert werden, damit die Verdauungsenzyme optimal arbeiten und die einzelnen Nahrungsbestandteile anschließend durch die Darmwand aufgenommen werden können.

Je mehr Futter auf einmal verdaut werden muss, desto mehr müssen die daran beteiligten Organe und der gesamte Stoffwechsel arbeiten. Bei empfindlichen Tieren, die z. B. unter einer Vorerkrankung leiden (z. B. Darmparasiten) oder wenn das Futter suboptimal zusammengesetzt ist (zu viele Kohlenhydrate, zu viele minderwertige Proteine etc.), kann die Gabe der Gesamtration in nur einer Mahlzeit die Verdauungskapazitäten des Hundes überschreiten. Als Folge kann Durchfall auftreten.

Warum rülpst mein Hund nach dem Fressen?

Rülpsen“ ist eine Folge von zu viel Luft im Magen oder im Dünndarm. Um die überschüssige Luft loszuwerden, befördert sie der Körper durch die Speiseröhre wieder nach draußen. Die Frage ist: woher kommt die Luft?

In der Regel hat das Rülpsen direkt nach dem Fressen nichts mit dem Futter an sich zu tun. Meist schluckt der Hund beim Fressen einfach zu viel Luft mit. Das ist der Fall, wenn Hunde sehr hastig fressen, zum Beispiel wegen Futterneid.

Ob schnelles Fressen der Grund für das Rülpsen ist, kannst Du so testen: Biete Deinem Hund das Futter in kleinen Häppchen an, so dass er nicht alles auf einmal fressen kann. Beispielsweise kannst Du das Futter auf der Wiese oder auf dem Teppich verstreuen oder Du fütterst ihn direkt aus der Hand. Das kannst Du wunderbar mit einem Spiel verbinden: Gib Deinem Hund kleine Kommandos, sobald er diese ausgeführt hat, bekommt er jeweils ein kleines bisschen seiner Ration. So verhinderst Du, dass Dein Hund zu schnell frisst und das Rülpsen nach dem Fressen sollte verschwinden. Als Dauerlösung kämen in diesem Fall dann ein Anti-Schling-Napf oder ein Futterwürfel in Betracht, der immer nur wenige Kroketten auf einmal freigibt.

Was hilft gegen Sodbrennen beim Hund?

Wenn Dein Hund nach der Fütterung trotz langsamen Fressens viel rülpsen muss oder sogar in Ruhe und ohne Zusammenhang mit dem Fressen, kann es sein, dass sein Magen zu viel Säure produziert.

Die Hunde haben dann – wie wir Menschen – Sodbrennen und müssen aufstoßen. Oft merkt man das als Besitzer erst, wenn der Hund abends und in der Nacht viel schleckt und schmatzt und unruhiger ist als normal. Ist dies der Fall, wäre es ratsam, dass Du deinen Hund einem Tierarzt zur Untersuchung vorstellst, damit dieser eine mögliche Gastritis (Magen-Schleimhautentzündung) und andere Ursachen ausschließen kann. Auch die möglichen Gründe für solche Erkrankungen sollten dann abgeklärt werden.

Manchmal hilft aber auch schlicht ein Futterwechsel zu einem Futter mit einer anderen Fleischsorte/Proteinquelle und eventuell weniger Fettgehalt, oder eine erhöhte Fütterungsfrequenz (z. B. zweimal statt nur einmal pro Tag füttern).

Welche Vorteile hat ein extrudiertes Trockenfutter?

Unsere Trockenfutter sind extrudiert, d. h., dass sie bei der Herstellung höheren Temperaturen ausgesetzt sind. Das hat gleich mehrere Vorteile:

Unsere Trockenfutter sind dadurch mindestens zwei Jahre haltbar, ohne dass wir Konservierungsstoffe zusetzen müssen, da durch die höheren Temperaturen bei der Herstellung Keime abgetötet werden. Und: extrudierte Futter sind durch die super aufgeschlüsselten Kohlenhydrate in der Regel viel besser verdaulich und deshalb bekömmlicher.

Was sind die Vorteile eines kaltgepressten Futters?

Ein Vorteil von kaltgepresstem Futter ist, dass je niedriger die eingesetzten Temperaturen sind, desto „ursprünglicher“ die verarbeiteten Rohstoffe im Futter sind. Sie enthalten in der Regel mehr Vitamine, die dem Futter dann nur in geringeren Mengen extra zugesetzt werden müssen.

Aber auch hier müssen Vitamine zugesetzt werden, da bei allen Herstellungsarten, egal ob Nassfutter- oder Trockenfutterherstellung, Vitamine verloren gehen, so auch bei der Kaltpressung. Im besten Fall weniger als bei der Extrusion, aber nicht so wenig, dass keine Zusatzstoffe zugesetzt werden müssen, um ein Tier ausreichend zu ernähren. Auch kaltgepresste Futter haben daher Zusatzstoffe, um eben die unvermeidlichen Herstellungsverluste aufzufangen.

Was sind die Nachteile eines kaltgepressten Futters?

Bei kaltgepresstem Trockenfutter werden getrocknete und vermahlene Rohstoffe eingesetzt (z. B. Fleischmehl), vermengt und danach in Form gepresst. Das Fleisch wird bei der Herstellung von Fleischmehl übrigens hohen Temperaturen ausgesetzt, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist (das kaltgepresst bezieht sich also lediglich auf das spätere „in Form pressen“ der Pellets). Lediglich den pflanzlichen Bestandteil kann man mit niedrigen Temperaturen trocknen. Die Kohlenhydrate werden dabei durch die geringere Hitze, der sie bei der Herstellung ausgesetzt sind, aber wenig aufgeschlüsselt, so dass viele Hunde kaltgepresstes Trockenfutter schlecht vertragen. Gerade für empfindlichere Hundemägen ist das ein großer Nachteil. Viele Hunde bekommen Durchfall, setzen große Kotmengen ab oder setzen häufiger Kot ab als normal. Auch gibt es Hunde, die kaltgepresstes Futter sofort wieder erbrechen.

Außerdem: da bei der Kaltpressung der Fettanteil nur begrenzt sein darf, reichen die Kalorien für Hunde, die viel Energie verbrauchen, kaum aus. Ein weiteres Manko von kaltgepresstem Futter ist, dass es eine geringere Haltbarkeit (meist nur 6 Monate) hat.

Warum ist mein gesunder Hund zu dünn und nimmt nicht zu?

Auch gesunde Hunde können zu dünn sein, also Untergewicht haben, wenn der Kaloriengehalt im Futter gering ist oder die Futtermenge generell nicht ausreicht.

Auf einem Futter muss gesetzlich eine Fütterungsempfehlung stehen. Hier gibt es aber zwischen den Standardmengenempfehlungen und den individuellen Tieren oft große Abweichungen. Die Empfehlungen auf Futtermitteln sind nämlich immer berechnet für einen Standardhund. Der tatsächliche Energieverbrauch ist aber sehr individuell (der eine Hund rennt viel, der andere ist faul, der dritte hat einen langsamen Stoffwechsel, weil er älter ist oder kastriert usw.), von daher ist auch die Futtermenge eine sehr individuelle Sache.

Bei Hunden, die täglich Blähungen haben, werden Futterbestandteile im Darm von gasbildenden Bakterien umgesetzt und können so nicht mehr als Energiequelle genutzt werden. So können die Tiere weniger Energie aus einem Futter ziehen, als tatsächlich verwertbar darin enthalten wäre. Auch das kann Untergewicht zur Folge haben. Eine Umstellung auf ein hochwertiges, gut verdauliches Alleinfuttermittel ist daher gegen das Untergewicht ratsam.

Wer kann mir die Futtermenge speziell für mein Tier berechnen?

Wir von Dr. Berg Tiernahrung können Dir individuell die Futtermenge für Dein Tier ausrechnen. Dazu brauchen wir nur ein paar Angaben, wie Rasse, Alter, Geschlecht, aktuelles Gewicht, Wunschgewicht und Aktivitätslevel.

Schreib uns doch einfach eine Email! Wir freuen uns über jeden direkten Kontakt mit unseren Kunden!

Was ist besser - ein Futter mit Fleisch von verschiedenen Tierarten oder ein Futter mit Fleisch von nur einer Tierart?

Früher hat man sich nicht so viele Gedanken gemacht, aus welchen Zutaten man ein Hundefutter herstellt. Entscheidend war nur, dass der Bedarf eines Hundes gedeckt werden konnte. Meistens waren im Futter viele verschiedene Rohstoffe unterschiedlicher Tierarten verarbeitet und die Deklarationen der Inhaltsstoffe geschlossen, d. h. es wurden Oberbegriffe verwendet, ohne dass eine konkrete Tierart genannt wurde. Die Begriffe „Monoprotein“ oder „Singleprotein“, die ein Futter bezeichnen, in denen nur eine Proteinquelle, also Fleisch von jeweils nur einer bestimmten Tierart Verwendung findet, sind dagegen relativ neu.

Ob ein Futter Fleisch verschiedener Tierarten oder nur von einer Tierart enthält, spielt bei gesunden Hunden oder Katzen grundsätzlich keine Rolle. Wichtig ist nur, dass das Futter alle Nährstoffe, besonders auch Mineralstoffe und Vitamine, in ausreichender Menge beinhaltet, die das Tier braucht, um gesund zu bleiben. Aus diesem Grund müssen einem Fertigfutter, wenn es ein Alleinfutter ist, immer Mineralstoffe und Vitamine zugesetzt sein. Das gilt in den meisten Fällen ebenso für BARFer und Selberkocher.

Ein Futter mit einer offenen Deklaration, also der genauen Nennung der einzelnen verarbeiteten Rohstoffe, ist aber sehr sinnvoll – unabhängig davon, ob es eine oder mehrere Tierarten enthält. Denn: es gibt Hunde und Katzen, bei denen es Sinn macht, wenn sie nur das Fleisch einer Tierart fressen. Dazu zählen Hunde oder Katzen, die z. B. unter einer Futtermittelunverträglichkeit oder einer Futtermittelallergie leiden oder denen das Fleisch einer bestimmten Tierart schlichtweg nicht schmeckt.

Warum sehen die Kroketten derselben Sorte URFLEISCH manchmal unterschiedlich aus?

Da wir immer nur kleine Mengen produzieren, können die Kroketten derselben Sorte URFLEISCH von Charge zu Charge etwas anders ausschauen, da die Rohstoffe, die verwendet werden auch jedes Mal anders aussehen. Wie wenn Du Gemüse einkaufst, das sieht auch jedes Mal anders aus. Mal sind die Gurken kleiner, dicker, oder beim Fleisch, mal ist es ein bisschen heller, mal dunkler. Bei der Produktion von riesigen Mengen würden die Unterschiede nicht ins Gewicht fallen – von daher ist es eigentlich positiv, dass unsere Chargen nicht immer exakt gleich aussehen, da unsere Produkte keine Massenware sind.

Dazu kommen die niedrigeren Temperaturen im Winter: Im Winter, wenn es Minusgrade hat, ist auch die Temperatur in der Produktionshalle niedriger und das Futter kühlt nach der Fertigung viel schneller ab als in den wärmeren Monaten. Aus diesem Grund ist die Krokettenfarbe im Winter etwas anders. Die Qualität und die Inhaltsstoffe ändern sich dadurch natürlich nicht.

Was ist eine Magendrehung?

Der Magen ist eine Art Säckchen, das waagrecht im Bauch aufgehängt ist. Vorne wird er von der Speiseröhre gehalten, hinten vom Darm. Die Aufhängung ist allerdings relativ locker, da sich der Magen bei Füllung ohne Probleme vergrößern muss. Leider kann es passieren, dass sich der Magen um seine Längsachse überschlägt. Dabei werden die Blutversorgung und Nerven, sowie die Speiseröhre und der Darm gedreht, wie wenn man ein nasses Handtuch auswringt. Auch die Milz und die Bauchspeicheldrüse können dabei Schaden nehmen und absterben.

 

Welche Hunderassen sind für eine Magendrehung besonders gefährdet?

In der Regel sind große Hunde mit einem tiefen Brustkorb anfälliger für eine Magendrehung. Selten kommt sie aber auch bei kleineren Hunden und äußerst selten sogar bei Katzen vor.

Wie lässt sich das Risiko einer Magendrehung minimieren?

Einen Einfluss auf die Entstehung einer Magendrehung haben Futtermenge und die Aktivität nach der Fütterung. Am Sinnvollsten ist es einen erwachsenen Hund 2x täglich zu füttern. Bei nur einer Mahlzeit am Tag ist die Futtermenge sehr groß, aufgeteilt auf zwei Portionen ist die Menge bei den zwei Fütterungen kleiner, was das Risiko einer Magendrehung reduziert.

Positiv ist, wenn ein Hund nach dem Fressen ruht, also sich hinlegt. Ein Hund sollte nach dem Fressen nicht rumgehen, laufen oder gar spielen. Ein bis zwei Stunden Schlaf sind das Beste nach dem Fressen. Leider kann eine Magendrehung auch bei Hunden vorkommen, die wenig oder gar nichts gefressen haben oder die sich nicht bewegt haben. Die Gründe für eine Magendrehung sind leider noch nicht gänzlich geklärt.

Was sind die Symptome einer Magendrehung?

Durch die Drehung und die Abschnürung des Magens von beiden Seiten beginnt er innerhalb kürzester Zeit aufzugasen. Anfangs sind die Hunde sehr unruhig, krümmen den Rücken auf und lassen den Kopf hängen. Oft fällt dem Besitzer ein aufgeblähter Bauch auf. Die Hunde versuchen zu erbrechen und würgen, aber es kommt entweder nichts oder nur Schaum oder Flüssigkeit. Auch speicheln viele, weil ihnen übel ist. Innerhalb kurzer Zeit kommt es durch die mangelnde Blutversorgung des Magens und die Stauung des Blutes an anderen Stellen zum Kreislaufversagen und zum Tod.

Was soll ich tun, wenn ich den Verdacht auf eine Magendrehung habe?

Das Allerwichtigste ist es beim Verdacht einer Magendrehung so schnell wie möglich einen Tierarzt zu kontaktieren und aufzusuchen! Zeit ist alles bei einer Magendrehung! Der Kreislauf muss schnellstmöglich stabilisiert werden. Und der Magen muss so schnell wie möglich abgegast und ausgedreht werden, damit die Organe nicht absterben.

Was sind Struvit-Steine?

Struvit (= Magnesium-Ammonium-Phosphat) entsteht, wenn der Urin alkalisch (basisch) ist, d. h. der pH-Wert des Urins bei über 6,5 oder höher liegt und der Urin viel Magnesium, Ammonium und Phosphate enthält (Ammonium ist ein Stoff, der beim Abbau von Proteinen entsteht). Dies kann der Fall sein, wenn diese Substanzen in höherem Maß mit dem Futter aufgenommen werden. Hauptsächlich begünstigen aber beim Hund Infektionen des Harntrakts das Auftreten dieser Steinart, da Bakterienbefall den Urin alkalisch werden lässt und dann Struvitsteine eher ausfallen.

Was kann man vorbeugend gegen Struvit-Steine tun?

Als Vorbeugung gegen Struvit-Steine kann man bei der Fütterung darauf achten, dass die Proteinaufnahme des Hundes nicht überhöht ist, sondern bedarfsdeckend. Wichtig ist aber vor allem, keine Mineralfutter zusätzlich zu einem Alleinfutter zu geben. Das gilt natürlich generell, nicht nur für Hunde mit Harnsteine!

Was kann man gegen bestehende Struvit-Steine tun?

Die Therapie bei Struvit-Steinen besteht aus einer Anpassung der Fütterung, einer Steigerung der Flüssigkeitsaufnahme und die Reduktion von Übergewicht. Bei Harngrieß, bei dem keine Gefahr besteht, dass er die Harnwege verstopft, ist oft eine zusätzliche Ansäuerung des Urins mit Medikamenten (unter regelmäßiger pH-Wert-Kontrolle des Urins!) sinnvoll. Bei großen Steinen, ist zudem meist eine Steinentfernung nötig. Harnansäuernde Medikamente bekommst Du bei Deinem Tierarzt.

Wie kann ich den pH-Wert des Urins messen?

Eine regelmäßige pH-Wert-Überprüfung des Urins ist sinnvoll, wenn ein Hund oder eine Katze Harnsteine hat. So kann mit einfachen Mitteln der optimale Bereich eingehalten und beim erneuten Auftreten von Kristallen sofort reagiert werden. Die Kontrolle des pH-Werts muss nicht zwangsläufig beim Tierarzt erfolgen. Hier gibt es Teststreifen (z. B. in der Apotheke), die man selber anwenden kann und die den Erfolg einer Therapie und Fütterung sehr gut unterstützen können.

Wie schaffe ich es, dass mein Hund oder meine Katze mehr trinkt?

Um die Trinkmenge eines Hundes oder einer Katze zu steigern, kann man mehrere Wassernäpfe im Haus aufstellen und sie täglich mit frischem Wasser befüllen. Manche Tiere bevorzugen auch eine bestimmte Napfart oder einen Napf aus einem bestimmten Material. Durch Fütterung von Nassfutter oder eingeweichtem Futter kann man die Flüssigkeitszufuhr zusätzlich erhöhen. Ein weiterer Trick ist, Wasser mit Geschmack anzubieten. Dazu gibt man z. B. etwas Thunfischsaft ins Wasser oder gibt Wasser, in dem man vorher Würstchen gekocht hat.

Dürfen Katzen Hundefutter fressen?

Es gibt Unterschiede in der Ernährung von Hund und Katze, daher sind auch die Futtermittel für die jeweilige Tierart unterschiedlich. Hunde sind von der Ernährungsphysiologie her Allesfresser, wie beispielsweise auch der Mensch, d. h. sie sind auf ein breites und wechselndes Nahrungsangebot auslegt. Katzen dagegen sind reine Fleischfresser mit sehr viel spezielleren Anforderungen an die Futterzusammensetzung. Ein Hauptunterschied ist der bei Katzen sehr viel höhere Proteinbedarf, deswegen ist nicht sinnvoll, eine Katze mit Hundefutter zu füttern.

Dürfen Hunde Katzenfutter fressen?

Es gibt Unterschiede in der Ernährung von Hund und Katze, daher sind auch die Futtermittel für die jeweilige Tierart unterschiedlich. Hunde sind von der Ernährungsphysiologie her Allesfresser, wie beispielsweise auch der Mensch, d. h. sie sind auf ein breites und wechselndes Nahrungsangebot auslegt. Katzen dagegen sind reine Fleischfresser mit sehr viel spezielleren Anforderungen an die Futterzusammensetzung. Ein Hauptunterschied ist der bei Katzen sehr viel höhere Proteinbedarf. Es ist nicht sinnvoll, einen Hund mit Katzenfutter zu füttern, da er dann mit Eiweiß überversorgt ist, was Leber und Nieren belastet.

Was sind Proteine?

Proteine (Eiweiße) sind die Bausteine des Körpers: aus ihnen bestehen die Organe, die Muskeln und Knochen sowie viele Stoffwechselprodukte. Da im Körper ständig etwas repariert werden muss, z. B. weil es alt oder kaputt ist, müssen regelmäßig Proteine aufgenommen werden, um diese Bausteine zu ersetzen. Das ist bei Hund und Katze relativ gleich.

Warum brauchen Katzen mehr Eiweiß als Hunde?

Die Besonderheit bei Katzen ist, dass sie aus Proteinen effizient und schadstoffarm Energie gewinnen. Katzen haben daher einen sehr hohen Bedarf an Eiweiß im Futter. Kohlenhydrate benötigen sie so gut wie nicht.

 

Der Hund verwendet zur Energiegewinnung vor allem Kohlenhydrate, weshalb im Hundefutter zum einen weniger Proteine enthalten sein müssen und auch sollten und zum anderen Kohlenhydrate enthalten sein müssen. Zwar kann der Hund, wie auch der Mensch, Proteine „verbrennen“, er greift darauf aber hauptsächlich in Notsituationen zurück, da bei dieser Form der Energiegewinnung im Organismus des Allesfressers gesundheitsbelastende Abfallprodukte entstehen.

 

Was sind Futtermilben?

Futtermilben sind Vorratsmilben. Sie ernähren sich vor allem von eiweißhaltigen Partikeln aus Pflanzenteilen (z. B. von Heu, Stroh, Getreide, Trockenfrüchte) oder Mikroorganismen (Hefe, Schimmelpilze). Deswegen stellen Futtermilben hauptsächlich in der landwirtschaftlichen Fütterung und dort insbesondere bei pflanzlichen Rohstoffen ein Problem dar, z. B. als Lagerungsproblem beim Heu.
Die Milben fühlen sich am wohlsten und vermehren sich, wenn die Umgebung voller Nahrung für sie ist, zudem lieben sie es warm (25-30 °C) und feucht (Luftfeuchtigkeit hoch, etwa 80 – 90 %). Aber auch für nicht optimale Bedingungen haben die Milben Überlebensstrategien entwickelt, die sie diese überstehen lassen, z. B. über ein Ruhestadium.

Im Haushalt finden sich Futtermilben auch in menschlicher Nahrung, häufig im Mehl, in Backmischungen, Brot, Müsli, Reis etc.), daneben halten sie sich v. a. im Staub in Bad und Küche auf.

 

Was ist eine Allergie gegen Futtermilben?

Neben Milbenarten, die auf einem Wirt oder in dessen Haut wohnen und sich von diesem ernähren, gibt es Milben, die nur in deren Umgebung leben, wie z. B. Hausstaubmilben oder eben auch Futtermilben. Diese Arten schädigen das Tier nicht direkt. Vielmehr können deren Ausscheidungen Allergien auslösen, wenn Hunde damit in Kontakt kommen. Solch eine Allergie wird als sogenannte Umweltallergie (Atopie) bezeichnet. Das Hauptsymptom beim Hund ist Juckreiz.

Eine Allergie gegen Futtermilben kommt eher selten vor.  Durch Blutallergietests diagnostizierte Allergien gegen Futtermilben sind oft Kreuzreaktionen mit Hausstaubmilben.

 

Wo kommen Futtermilben in Tierfutter vor?

In Studien wurden Futtermilben in abgelaufenem Hundetrockenfutter gefunden (also jenseits des Mindesthaltbarkeitsdatums). Eine Studie der LMU München (Henneveld, Kerstin (2007): Evaluierung von Vorratsmilben in kommerziellem Hundetrockenfutter und in der Umgebung) ergab aber im Umkehrschluss, dass keines der dort untersuchten Trockenfutter innerhalb der Mindesthaltbarkeit mit Futtermilben befallen war. Zudem wurden Staubproben der Schlaf- und Futterplätze von Hunden untersucht. Dort wurden vor allem Hausstaubmilben gefunden und nur eine einzige Futtermilbe.

Warum können Futtermilben in Trockenfutter vorkommen?

Für die Herstellung eines Trockenfutters ist eine Erhitzung vorgeschrieben. Milben überleben diese Temperaturen nicht. Würden die Temperaturen aufgrund von Produktionsfehlern allerdings nicht eingehalten (eher unwahrscheinlich) und waren die einzelnen Bestandteile von vornherein mit Milben kontaminiert (möglich), dann könnten die Milben den Herstellungsprozess unter Umständen überleben. Ob in einem ausreichend erhitzten Trockenfutter neben den eigentlichen Milben noch Allergie auslösende Bestandteile der Milben vorhanden sein können, ist derzeit nicht bekannt.

Dass in Studien in Trockenfutter vor Ablauf des MHD keine Futtermilben gefunden wurden, deutet darauf hin, dass man hier (wie bei der Großtierfütterung auch) eher von einem Lagerungsproblem sprechen kann. Manche Tierbesitzer lagern das Futter offen, so dass Milben z. B. über die Kleidung ins Wohnhaus und schließlich in das Tierfutter verschleppt werden können, beispielsweise weil man vorher in einem landwirtschaftlichen Betrieb oder Pferdestall gewesen ist oder das Futter sogar in einer solchen Kammer aufbewahrt wird.

Auch Feuchtfutter in Dosen muss bei ausreichend hohen Temperaturen erhitzt werden, so dass auch hier eventuell vorhandene Milben in jedem Fall absterben würden. Da aber derzeit nicht bekannt ist, ob auch Milbenbestandteile allergieauslösend sein können, wäre es denkbar, dass auch Feuchtfutter Allergene enthalten. Eine Kontamination während der Lagerung ist hierbei dagegen nicht möglich.

Wie kann man einem Futtermilbenbefall vorbeugen?

Um einen Futtermilbenbefall und mögliche Allergien, die damit zusammenhängen, vorzubeugen, solltest Du folgendes beachten:

  • trockene Lagerung des Futters
  • kühle Lagerung des Futters
  • Futtersack nie offen stehen lassen, sondern am Besten in fest zu verschließende Futtertonnen umfüllen
  • Tonne vor jedem Befüllen komplett reinigen, keine Krümel des alten Futters darin belassen
  • Trockenfutter innerhalb des Mindesthaltbarkeitsdatums verfüttern
  • Futter zügig verfüttern (für kleine Hunde kleine Säcke kaufen)
  • Bei Verdacht auf Milben-Kontamination das Trockenfutter nach dem Öffnen einfrieren (mind. 3 Tage lang). So kann eine weitere Vermehrung der Milben verhindert und die allergene Kotmenge der Milben reduziert werden. (Die benötigte Futtermenge musst Du vor dem Füttern aber wieder auf Zimmertemperatur kommen lassen.)

Eine Futtermilbenallergie kommt eher selten vor. Durch Blutallergietests diagnostizierte Allergien gegen Futtermilben sind oft Kreuzreaktionen mit Hausstaubmilben.