Futter ohne Schnickschnack

Gutes Hunde- und Katzenfutter ist bedarfsdeckend, enthält Rohwaren hoher Qualität und passt zu Deinem Tier

Hundefutter und Katzenfutter von Dr. Berg

Auf der Seite „Gelebte Werte“ haben wir Dir etwas über uns erzählt, über unsere Motive und unsere Vorstellungen. Ganz klar, dass sich das auch in unserem Futter widerspiegelt. Denn: Wir wissen, was wir tun und sind entschlossen, das umzusetzen!

Das Kernteam von Dr. Berg besteht aus drei Tierärzten, die langjährige Erfahrungen haben mit Tieren und deren Krankheiten, mit Schlachtung und Lebensmittelhygiene, sowie mit bedarfsgerechter Fütterung und Ernährungsphysiologie. Hier kannst Du unser Team genauer anschauen: >>Dein starkes Team<< Wir stehen dafür, dass Eure Haustiere mit einem qualitativ hochwertigen Futter garantiert bedarfsgerecht ernährt werden. Deswegen hat unser Futter diese Merkmale:

  • eine schlanke Rezeptur mit wenigen ausgewählten Zutaten
  • aus klar verständlichen Rohstoffen hergestellt
  • enthält kein Exotenfleisch, sondern nur Fleisch von Tieren, das bei uns in ausreichend hoher Qualität verfügbar ist
  • folgt keinen Trends, sondern erfüllt wissenschaftliche Anforderungen an ein bedarfsgerechtes Futter

Überzeuge Dich selbst von unserem Futter für Deine Hunde und Katzen! Ein Futter ohne Tricks und Angebersprüche. Ganz genau so, wie Du es machen würdest, wenn Du unser Wissen hättest: aus besten Zutaten und so, dass alle Nährstoffe enthalten sind.

Und wenn noch Fragen offen bleiben oder wenn Du Probleme hast mit der Fütterung Deiner Hunde und Katzen?

Dann bekommst Du bei uns konkrete Antworten und kostenfrei die beste Futterberatung, die Du finden wirst unter info@dr-berg-tiernahrung.de oder 09944-30 76 142.

 

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“

Antoine de Saint-Exupéry


Das macht gutes Tierfutter aus

1. Gutes Hunde- und Katzenfutter ist bedarfsdeckend.

Haustierfütterung braucht Köpfchen

Wenn Du im Supermarkt Dein Obst und Gemüse kaufst oder Dir abends Nudeln mit Hackfleischsoße machst, denkst Du dann darüber nach, wieviel Proteine oder mehrfach-ungesättigte Fettsäuren Du isst? Höchstwahrscheinlich nicht. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Hier bei uns in Deutschland ist es schwer, dass Du einen Mangel an Nährstoffen bekommst, solange Du Dich abwechslungsreich und in der Summe in ausreichend hoher Qualität ernährst.

Deswegen geht heute mal ein Burger mit fettigen Pommes, dafür machst Du Dir aber morgen auch mal wieder einen frischen Salat. Die einzigen Fragen, die Du Dir beantworten musst, sind daher: Was schmeckt mir? Welches Restaurant ist schöner eingerichtet? Welches Fleisch ist beim Metzger im Angebot? Da liegt es nah zu fragen, ob es nicht auch völlig okay ist das Futter für Deine Haustiere so auszuwählen, einfach zu schauen, ob Äpfel vom Bodensee drin sind oder Fleisch aus Niederbayern. Aber so einfach ist es nicht!

Profis mit Durchblick sind gefragt

Stell Dir vor, Du willst mit Deiner Ernährung nicht einfach nur satt werden, sondern bestimmte Ziele erreichen. Abnehmen zum Beispiel. Oder Muskelmasse aufbauen. Oder die Symptome einer Krankheit lindern und deren Fortschreiten verlangsamen. Dann reicht es auf einmal nicht mehr aus zu schauen, ob der Teller schön angerichtet ist oder der Koch das Steak rosa gebraten hat! Dann musst Du auf einmal ins Detail gehen und schauen, was Du tatsächlich an Energie zu Dir nimmst oder welche Nährstoffe in welchem Verhältnis in Deiner Tagesration stecken.

Die Anforderungen an Hundefutter und Katzenfutter – vor allem wenn es ein Alleinfuttermittel sein soll – liegen genauso hoch wie bei einem auf Dich zugeschnittenen Ernährungsplan! Klar, dass man ganz schön viel Wissen braucht zu Ernährungsphysiologie, zum Nährstoffbedarf von Hund und Katze und zur Beschaffenheit von Rohstoffen, um all die Anforderungen zu erfüllen, die ein wirklich gutes bedarfsgerechtes Futter ausmachen, oder?

Lass Dir keine Märchen erzählen

Gut auskennen muss man sich also, damit man ein Futter optimal nährstoffdeckend konzipieren kann. Und das reicht? Nein, denn auch die besten Rohwaren haben eine natürliche Schwankung an Vitaminen und Mineralstoffen. Zusätzlich gehen während der Herstellung des Futters auch noch manche Vitamine verloren. Egal wo Du Deine Karotte herhast – ob vom Discounter oder vom Biomarkt – wenn Du sie kochst, dann wird sie danach weniger Vitamine haben. Und diese Reaktion kann man nicht verhindern.

Und was ist mit „schonend gegart“? Entweder kochst Du etwas oder nicht. Punkt. Lass Dir also keine markigen Sprüche erzählen, die sich nicht mit der Wirklichkeit decken. Zu guter Letzt vermindert sich der Nährstoffgehalt während der Lagerzeit auch noch etwas. Bei Dr. Berg Tiernahrung spielt das eher weniger eine Rolle, da wir immer nur sehr kleine Mengen auf einmal produzieren und die einzelnen Chargen immer sehr schnell verkauft werden. In einem Alleinfutter muss man diese Lagerungsverluste dennoch berücksichtigen. Was macht man nun?

Durch eine sinnvolle Kombination an Zutaten versucht man so viele Nährstoffe wie möglich auf diesem Weg ins Futter zu bringen (zumindest machen wir das so). Die Vitamine und Mineralstoffe, von denen man weiß, dass sie

  • in den Zutaten natürlicherweise großen Schwankungen unterliegen
  • während der Herstellung teilweise kaputtgehen
  • Lagerungsverlusten unterliegen

gibt man dem Futter dann als Zusatzstoffe hinzu. Das ist für ein Alleinfutter eine absolute Notwendigkeit. Das sage nicht nur ich, darin sind sich die Fachleute an den Universitäten einig. Ein Alleinfutter ohne Zusatzstoffe gibt es nicht.

Bedarfsdeckend muss es sein

An diesem ersten Punkt kommt es also nicht darauf an, aus welchen Rohstoffen das Futter gemacht ist, sondern welche Nährstoffe drin sind. Das ist ein wichtiger Unterschied, über den es sich lohnt kurz einmal nachzudenken. Rohstoffe sind z. B. Lammfleisch, Kartoffeln, Lachsöl usw. Also all die Zutaten, mit denen viele Hersteller gerne werben, weil sie so gut aussehen und sich so gut anhören und Du deshalb denken sollst: „Wow, so viele gute Sachen drin, das muss ja ein gutes Futter sein.“ Und genau deswegen werden Dir ja auch die ganzen Bildchen gezeigt oder gesagt: „Unser Futter ist mit Bananen, das macht es so besonders.“.

Dazu sagen wir Dir gerne was: Ein Futter muss in erster Linie nicht „besonders“ sein, sondern Deine Tiere vollständig ernähren, also nicht zu viel und nicht zu wenig Nährstoffe enthalten. Ein Futter, das das kann, ist schon besonders genug, oder? Ob da Bananen drin sind oder irgendwas anderes, was Du gut findest, spielt erst beim nächsten Punkt (siehe 2.) eine Rolle. Die Rohstoffe findest Du übrigens unter dem Punkt „Zusammensetzung“ auf dem Etikett des Futters.

Nährstoffe sind die lebensnotwendigen Stoffe, die IN den Rohstoffen drin sind – oder eben nicht, also z. B. Proteine, Fette, die verschiedenen Mineralstoffe etc. Dein Hund oder Deine Katze hat einen Bedarf an diesen Nährstoffen, und nicht an Rohstoffen. Das ist wichtig, dass Du Dir das nochmal klar machst!

Wenn ein Katzenfutter beispielsweise zu wenig Taurin enthält, dann wird Deine Katze durch diese Mangelernährung krank werden, ganz egal, ob ansonsten nur das feinste Fischfilet drin ist und Fleisch von den glücklichsten Hühnern. Bei Hunden gilt natürlich das Gleiche, nur haben diese einen etwas abweichenden Nährstoffbedarf.

 Zuallererst kommt es bei einem Futter nicht darauf an, aus welchen Rohstoffen es gemacht ist, sondern welche Nährstoffe drin sind. Das ist ein wichtiger Unterschied! Hochwertige Rohstoffe sind zwar oft auch reicher an Nährstoffen, aber bei einem Futter ist erstmal entscheidend, dass es den Nährstoffbedarf Deines Hundes oder Deiner Katze optimal deckt – nicht ob die verwendeten Zutaten nährstoffreich oder -arm sind. So gibt es Futter aus hochwertigen Rohstoffen, die von manchen Mineralstoffen oder Vitaminen viel zu wenig enthalten und von anderen wiederum viel zu viel. Solch ein Futter wird Deine Haustiere auf Dauer krank machen, ganz gleich ob es von guter Qualität ist (Deswegen sagen wir: „Nährstoffe vor Rohstoffen!.“). Dass die Nährstoffe so wichtig sind ist auch der Grund, warum manche Futter, die aus eher minderwertigen Komponenten bestehen, trotzdem in Futtertests gut abschließen können: weil dort fast ausschließlich die Nährstoffgehalte überprüft werden. (Dass die Gesamtqualität des Futters aber nicht stimmt, darüber sagen solche Tests nichts aus.)

2. Gutes Hunde- und Katzenfutter ist hochwertig.

Bedarfsdeckung ist nicht alles

Bis vor einigen Jahren ging es in der Futterherstellung fast rein um den eben besprochenen Nährstoffbedarf unserer Hunde und Katzen. Da dies, wie wir wissen, einen wichtigen Teil eines guten Futters ausmacht, wurden die Rezepturen selbstverständlich von Fachleuten (z. B. Lebensmittelchemikern, Tierärzten usw.) konzipiert, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Nährgehalte können jedoch durch ganz unterschiedliche Rohstoffe ins Futter gelangen: Man kann beispielsweise den Rohfasergehalt durch Zellulosefasern erhöhen, statt Karotten oder Pastinaken zu verwenden. Zum Erreichen eines bestimmten Proteinwerts können statt hochwertiger Fleischproteine biologisch minderwertigere Bindegewebsabschnitte eingesetzt werden. Auch kann man den (notwendigen!) Einsatz von Zusatzstoffen als Türöffner missbrauchen und die niedrigen Nährstoffgehalte minderwertiger Rohstoffe einfach durch eine Mehrgabe an Supplementen ausgleichen – was wir ablehnen. Für Zusatzstoffe gilt: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Tiernahrung war daher lange Zeit: bedarfsgerechtes Futter, hergestellt aus mehr oder weniger schlechten Zutaten, aber nach dem Legosteinchen-Prinzip mit Proteinträgern, extrahierten Fetten, Mineralstoffen und Vitaminen so angereichert, dass die Bedarfszahlen der Tierarten erreicht wurden.

Qualität ist Pflicht: Gute Zutaten müssen drin sein

Dass ein Tierfutter den Bedarf an Nährstoffen vollständig decken muss, war lange Zeit die einzige Vorgabe, die ein Hersteller erfüllen musste – wenn auch eine wichtige. Von Gesetzes wegen ist das auch immer noch so. Vor einigen Jahren wurde aber die mäßige Qualität der Rohstoffe im Hunde- und Katzenfutter dann zu einem Streitthema – völlig zu Recht! Plötzlich traten Hersteller auf, denen wichtig war, durch welche Zutaten die Nährstoffgehalte eines Futters erreicht werden und dass die verwendeten Rohstoffe von hoher Qualität waren. War dann alles gut? Was die Qualität des Futters betrifft, hat sich dadurch einiges verbessert, ja. Die Kehrseite der Medaille war, dass der Aspekt der Nährstoffversorgung manchmal etwas in den Hintergrund getreten ist. Es treten immer wieder Hersteller auf, die sich irgendwo Standardrezepturen zusammenmischen lassen, aber von einem Kernbereich des Tierfutters …

  • Ernährungsphysiologie von Hund und Katze
  • Nährstoffkunde: was ist wo drin und wie viel
  • in welcher Situation ändern sich Bedarfszahlen und wie kann eine Fütterung daran angepasst werden

… wenig bis keine Ahnung haben. Diese Hersteller müssen dann den Lohn-Produzenten glauben, dass die Rezepturen so passen. Die Futter unterscheiden sich dann nur noch in der Farbe der Dose oder der Gestaltung des Futtersacks und können vom Hersteller selber nicht auf Bedarfsdeckung oder optimale Zusammensetzung überprüft werden – aus Mangel an Fachwissen.

Qualitätsfutter oder selber kochen?

Der Vorteil eines Futters, das die Qualität der Rohstoffe in den Mittelpunkt rückt, z. B

  • „Rohstoffe aus der Lebensmittelproduktion“
  • „Fleisch in Bio-Qualität“
  • „keine minderwertigen Bindegewebsproteine

oder das sich durch die Verwendung spezieller Zutaten abheben will, beispielsweise

  • „Fisch aus der Nordsee“
  • „mit Bananen“
  • „aus Freilandhaltung“

ist, dass man sich auch als geübter Laie eine Beurteilung dieser Kriterien zutraut. Wenn man nicht weiß, was ein bestimmter Mineralstoffgehalt aussagt, dann lenkt man eben seinen Blick (und den des Kunden) auf diese eingängigeren Aspekte. Zum Teil aus dieser Vereinfachung hat sich auch die Selberkochbewegung entwickelt und auch einige BARFer haben diesen Motivationshintergrund. „Wenn es nur noch um die Qualität geht, dann kann ich das auch.“ Aber funktioniert das denn so reibungslos?

Die meisten BARFer machen Fehler

Die Uni München sammelt ab und zu Ernährungspläne ein, anhand derer Hunde (und Katzen) gefüttert werden, d. h. die Mitarbeiter erkundigten sich bei BARFern und Selberkochern, was genau diese Tiere zu fressen bekommen. Dann wird ausgewertet, ob die Hunde und Katzen, denen diese zusammengestellten Rationen verfüttert werden, ausreichend mit Vitaminen, Mineralstoffen, Energie usw. versorgt sind.

Was glaubst Du, was da regelmäßig rauskommt? Nur ein Drittel der selber zusammengestellten Rationen ist richtig konzipiert. Nur ein Drittel! Solche Fehlversorgungen kann ich als Tierarzt durch meine eigenen Erfahrungen nur bestätigen. Immer wieder kommen Leute zu uns nach Cham, deren Hunde schon rein optisch einen Mangel haben. Rohstoffqualität ist wichtig, aber nur die eine Seite der Medaille eines guten Futters. Die besten Fleischstücke bringen wenig, wenn das Futter nicht genug Jod, Mangan oder B-Vitamine enthält. Lass Dich daher nicht völlig vereinnahmen von den schönen Geschichten und tollen Bilder, die Dir einige Hersteller präsentieren, sondern frag auch nach tatsächlicher Kompetenz.

Marketing und starke Vereinfachung verschleiern die wirkliche Qualität

Bleib skeptisch gegenüber den vielen „Marketing-Herstellern“, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen und z. B. behaupten, sie hätten „Weiderind“ oder „Freilandhühner“ in ihrem Futter verarbeitet. Das haben sie nicht. Selbst im Lebensmittelbereich, der viel strenger überwacht wird, gelten solche Aussagen zur Haltung größtenteils als (unzulässige) Werbeaussagen. Mach Deine Entscheidung für ein Futter nicht davon abhängig.

In Wahrheit ist es gar nicht so einfach zu beurteilen, was „gute Qualität“ ist und was nicht. Hierzu ein Beispiel und die Frage, `Für welches Fleisch würdest Du Dich entscheiden?´:

1. Fleisch aus einem kleinen, familiär-geführten Bauernhof in Bayern, weniger als 10 Rinder, der Bauer kümmert sich noch persönlich um die Tiere und bringt sie selber zum handwerklich betriebenen Schlachthof. Klingt gut? Finden wir auch. Dahinter verbirgt sich aber manches Mal das hier:

2. Fleisch aus ausländischer Massentierhaltung, d. h. einem Betrieb mit knapp 1.000 Mastbullen, die Tier werden in großen Sattelzügen nach Deutschland transportiert und dann dort in großen Schlachtfabriken geschlachtet. Das könnte so aussehen:

Bleib skeptisch

Was wir sicher nicht sagen wollen ist, dass die Realität immer so aussieht wie in dem Beispiel oben. Aber trotzdem gibt es das! Alle Tierärzte in unserem Team, also Gregor, Steffi und Jasmin haben jahrelang in Schlachthöfen gearbeitet und dort die Schlachtung, den Tierschutz und die Fleischhygiene überwacht. Und wir können Dir aus eigener Erfahrung sagen: Die Bilder oben gibt es immer wieder. Zum Beispiel den überforderten Landwirt, der es nicht mehr schafft, seine Tiere ordentlich zu versorgen, der im klapprigen, völlig verdreckten  Hänger Tiere anliefert, die wundgelegen sind, abgemagert und krank. Und dagegen gibt es große Rinderbetriebe (per Definition: Massentierhaltung), beispielsweise im Nachbarland Tschechien, die riesige Weideflächen haben, auf denen die Tiere das ganze Jahr über stehen und die vor Gesundheit und Kraft nur so strotzen. Auf dem Papier könnte man aber beide Betriebe so bezeichnen, wie wir es beispielhaft oben getan haben. Das zeichnet ein ganz anderes Bild als es in Wahrheit ist, oder?

Unsere Rat: Halte Dich nicht zu sehr fest an Werbeaussagen oder Floskeln, an bestimmten Wörtern, die Du meinst unbedingt lesen zu müssen auf dem Etikett. Oft zerfällt vieles bei genauerem Hinsehen zu einem kleinen Häufchen Nonsens. Die Hintergründe sind für Dich als Laie oft schwer zu überblicken. Statt alles selber beurteilen zu wollen versuche es vielleicht damit zu beurteilen, was Du vom Hersteller hältst, den Du vor Dir hast.

  1. Manipulation? Nein danke!

Häufig werden auch Pseudo-Qualitätsmerkmale verwendet, z. B. „nachhaltig“ oder „artgerecht“. Diese Aussagen haben aber i. d. R. nichts mit dem zu tun, was Du Dir darunter vorstellst. Keine Frage, wer will nicht in einer Welt leben, in der rücksichtsvoll gegenüber der Natur gewirtschaftet und fairer Handel betrieben wird? Wir schon! Aber das sind große gesellschaftspolitische Themen, die sich nur schrittweise und unter großen Mühen ändern lassen. Der Status quo ist sicher weit davon entfernt. Wenn Du also auf einem Futter „artgerecht“ liest, dann nur deshalb, weil Dir damit ein gutes Gefühl gemacht werden soll – wohl wissend (oder auch unwissend, beurteile selber, was schlimmer ist), dass Dir das gute Gefühl nur vorgegaukelt wird. Das ist nichts anderes als Manipulation. Findest Du das okay?

Welche Kompetenz und Qualifikationen jemand hat, der das Futter für Deine Tiere macht, sollte Dich dagegen mehr interessieren. Es ist schön, wenn ein Futter als „von Tierfreunden für Tierfreunde“ beworben wird, aber für eine gute Fütterung garantiert das nicht. Oder lässt Du Dir von einem „begeisterten Autofahrer“ die Motorelektronik überprüfen, statt in einen Fachbetrieb zu fahren? Wenn Dein Kind krank ist, gehst Du dann zu jemandem, der an einem Wochenende einen Kurs zu „Kinderkrankheiten“ belegt hat oder fährst Du mit ihm zum Arzt? Denk daran: Ein Alleinfutter, das Deine Tiere vollständig ernähren soll, muss mehr können als nur gut schmecken.

 Ja, die Qualität der Rohstoffe, also des Fleischs und anderer verwendeter Zutaten ist wichtig. Aber wie wir oben gesagt haben: es ist gar nicht so einfach zu sagen, was Qualität wirklich ist (Deswegen testet beispielsweise Stiftung Warentest auch fast ausschließlich die Nährstoffe und bewertet nicht die Qualität!). Einigen kann man sich aber sicher darauf, dass ein gutes Futter so viel Nährstoffe wie möglich aus den natürlichen Rohstoffen erhalten sollte. Und das geht nur mit nährstoffreichen, hochwertigen Grundstoffen. Aber Vorsicht: Qualität heißt nicht, dass ein paar schöne Bildchen auf dem Etikett abgebildet sind oder Pseudo-Merkmale draufstehen! Vorsicht auch vor „modernen“ Herstellern, denen zur Beurteilung des wichtigsten Kriteriums eines guten Futters – der Nährstoffversorgung – die Kompetenz fehlt. Diese lassen sich ein Futter zusammenmischen, dessen Rezeptur sie nicht entwickelt haben und nicht beurteilen können, und konzentrieren sich dann darauf, Dir eine Story zu erzählen, die sich gut anhört. Bleibe skeptisch gegenüber solchen „Marketing-Herstellern“.

3. Gutes Hunde- und Katzenfutter passt zur Ernährungssituation Deines Tiers.

Auch das beste Futter kann für Dein Tier ungeeignet sein

Jetzt hast Du Dir ein tolles Futter eines tollen Herstellers rausgesucht, hast einen Beutel im Internet bestellt und nun hat Dein Hund Durchfall oder Deine Katze mag es nicht fressen. Und jetzt? Hast Du Dich geirrt und das Futter ist doch nicht so toll? Nicht unbedingt. Denn genau wie ein Schweinebraten für Dich nicht in jeder Situation passend ist, so ist auch ein Futter in manchen Situationen nicht geeignet. Und das hat tatsächlich sogar häufig nicht so viel mit dem Futter zu tun. Machmal natürlich aber auch schon.

Ein Welpe braucht beispielsweise ein anders zusammengesetztes Futter als ein erwachsenes Tier – zumindest beim Hund. „Wie, nur beim Hund“, fragst Du vielleicht, „Ich sehe oft auch Welpenfutter für Katzen.“ Ja, das stimmt, das nennen die Hersteller dann „Kittenfutter“. Aber ernährungsphysiologisch macht das überhaupt keinen Sinn. Einen etwas anderen Nährstoffbedarf hat ein Katzenwelpe im Vergleich zum adulten Tier schon – er will ja wachsen und braucht dafür Material und einen agilen Stoffwechsel. Aber anders zusammengesetzt sein muss das Futter deswegen nicht, da auch ausgewachsene Katzen ein sehr hochwertiges und reichhaltiges Futter benötigen. Ein gutes Katzenfutter ist daher für alle Altersstufen geeignet, vergiss Kittenfutter. Warum manche Hersteller das anbieten? Frag nicht uns, frag sie …

Wenn Dein Tier krank ist, braucht es vielleicht anderes Futter

Aber nicht nur das Alter spielt eine Rolle, es gibt Zeiten, in denen Dein Tier z. B. auch mal krank ist. Dann kann es sinnvoll oder sogar notwendig sein, die Fütterung darauf anzupassen. Oft macht sich das nur an Kleinigkeiten bemerkbar, z. B. indem sich das Fressverhalten ändert. Dann ist es wichtig, dass man mal ein paar Dinge abklopft und schaut, ob die Fütterung angepasst werden muss. Häufig haben Verdauungsprobleme nichts mit dem Futter zu tun. Bei uns rufen häufig Leute an, die schnell auf unser Futter wechseln wollen, weil der Hund das alte auf einmal „nicht mehr verträgt“.  Wir freuen uns natürlich, wenn Deine Tiere unser Futter fressen dürfen, aber man muss fair bleiben: Immer mal wieder steckt etwas ganz anderes dahinter, wofür das alte Futter gar nichts kann. Da ist es uns erstmal wichtig, dass wir diese Grundursache herausfinden. Danach kannst Du Dich immer noch entscheiden, Dr. Berg mal auszuprobieren. Aber dann aus freien Stücken und nicht weil Du denkst, es wäre nötig.

Futterberatung, nicht einfach „Kundenservice“

Im Lauf des Lebens mit Deinem Hund oder Deiner Katze wirst Du es immer mal wieder mit Situationen zu tun haben, in denen ein Futter nicht so gerne gefressen wird, in denen sie Durchfall haben oder sich erbrechen müssen. Hierfür gibt es ganz vielfältige Gründe, die oft gar nichts mit dem Futter selber zu tun haben. Stell Dir das bei Dir vor: Wenn Du Bauchweh hast und vorher Dein Lieblingsessen gegessen hast, dann würdest Du auch nicht sagen: „Nie wieder Spaghetti Bolognese!“ oder „Keine Pommes mehr!“ Genau so ist das mit dem Futter für Deine Tiere auch.

Klar, natürlich rufen auch bei uns Leute an und sagen: „Hey, ich will Euer Futter für meine Katze kaufen, weil sie seit gestern erbricht und wir glauben, dass sie das alte Futter nicht mehr verträgt.“ Ehrlich gesagt, die Wahrscheinlichkeit, dass das wirklich etwas mit dem bisherigen Futter zu tun hat, ist sehr gering. Und genau so sagen wir das dann auch. (Wenn Du Dich bei uns schon einmal mit so einem oder einem ähnlichen Problem gemeldet hast, wirst Du das bestätigen können.) Zugegeben, es wäre einfach Dir in so einem Gespräch unser Futter zu verkaufen, aber uns geht es hier um etwas anderes: die Gesundheit Deines Hundes oder Deiner Katze. Und deswegen denken wir erst darüber nach und versuchen Dir da weiterzuhelfen. Und erst dann erzählen wir Dir auch gerne etwas über unser Futter. Glaubst Du nicht, dass wir da so sind? Teste uns doch mal …

 Es ist wichtig, dass Du jemanden hast, den Du mal rückfragen kannst, wenn Du Probleme mit der Fütterung Deiner Haustiere hast. Nicht immer ist das gleich ein Fall für die Tierarztpraxis. Oft reicht es, dass Du mal ein paar fundierte Denkanstöße bekommst, damit Du selber wieder klarer siehst. Eine Möglichkeit ist natürlich, Dich mit anderen Tierbesitzern auszutauschen. Aber häufig ist man danach verwirrter als vorher, weil die auch nur irgendwelche „Fakten“ gehört haben, die sie nur schwer beurteilen können. Am besten, Du hast einen Hersteller, der Dir nicht einfach nur einen Beutel hinstellt und eine „Baumarktberatung“ gibt („Das Futter ist wirklich hochwertig und artgerecht.“), sondern der sich mit der optimalen Ernährung von Hund und Katze auskennt, oder? Und mal im Ernst, warum sollte man sonst Futter machen …

Ein Futter, das nur einen Teil (oder keinen) dieser Punkte erfüllt, ist kein gutes Futter!